Reise nach EGER 14. – 18. September 2009

Zur weiteren Erforschung von Nordungarn unternahmen interessierte Seniorarchäologen auch im Spätsommer eine Busfahrt nach der Komitats-Hauptstadt Eger (Kom. Heves) nordöstlich von Budapest. Diese Stadt hatten wir schon bei einer früheren Fahrt nach Miskolc kurz besucht. Obwohl es in Wien noch leicht regnete, besserte sich das Wetter auf der Fahrt, in Ungarn regnete es um die Mittagszeit auch ein wenig, doch danach hatten wir angenehm warmes Spätsommerwetter mit nur einem kurzen Regenschauer in Eger.

Nach einer kurzen Mittagspause nach Budapest mit guten Suppen und sonstigem Imbiss steuerten wir die Berge an, um als erste Burg SOMOSKÖ zu besichtigen. Am Weg dorthin ist auch die Schwesternburg Salgó auf einem gegenüberliegenden Berggipfel zu bemerken. Somoskö wurde vom Geschlecht Aba (Nachkommen von Stephan/Heilg.) im 12. Jhdt. erbaut und nach dem Mongolensturm 1241 als typische Familienburg weiter ausgebaut. Vom voll restaurierten Turm hat man einen herrlichen Rundblick auf das hügelige Umland, wobei zu erwähnen ist, dass die Burg selbst in der Slowakei liegt, der Ort aber zu Ungarn gehört. Das ergab sich aus dem Umstand, dass nach dem ersten Weltkrieg französische Offiziere in die Gegend kamen, um die genaue Grenze zur neuen Tschechoslowakei festzulegen. Der Kommandant musste sich dringend einer Operation unterziehen, die ein ungarischer Chirurg durchführte. Dieser Mann konnte dem Franzosen bei dieser Gelegenheit noch zwei ungarische Dörfer – darunter Somoskö – abhandeln. Der Mediziner hat heute ein schönes Denkmal unter der Burg. Kurios ist auch, dass die Burg von der Slowakei nur über Ungarn zu erreichen ist, da sie auf einem hohen Felsen gegen Norden steht; in der EU dürfte es jedoch kein Problem sein hinzukommen. Die Kuruzen unter Rakocy haben die Burg den Türken entrissen.

Nun hatten wir unter Hotel Korona in Eger im Visier, wo wir uns am späteren Nachmittag einquartierten.

 

Am nächsten Morgen (Dienstag) hatten wir als nächstes BÉLAPÁTFALVA in einem Seitental nördlich von Eger im Sinn. Dort befindet sich eine gut erhaltene Zisterzienserkirche neben den sichtbaren Fundamenten einer ehemaligen Abtei mitten in einem dem Ort entlegenen Waldstück mit hohen Bergen des Bükkgebirges im Hintergrund. Der Ortsname beinhaltet die Familie Bél und bedeutet soviel wie „drei Brunnen von Bél“.

Die nach den anspruchsvollen Regeln der Zisterzienser erbaute Kirche entstand 1232 mit dem dazugehörigen Kloster; der Gründer war der Erlauer Bischof Kilit II. König Béla III (1172 – 1196) war nicht zuletzt wegen seiner französischen Gattinnen Förderer und Verbreiter des Ordens in Ungarn. Kilit II war früher der Kanzler von Béla III. Der Kirchbau musste jedoch bereits 1241 aufgrund des Mongolensturmes unterbrochen werden; damals standen erst die Fassadenmauern der Kirche und der Ostflügel des Klosters. Nach der Vollendung lebten dann nur wenige Geistliche im Kloster (z.B. 1508 fünf Mönche). 1530 war die Abtei endgültig verödet. Nachdem die Güter 1700 in den Besitz des Erlauer Priesterseminars kamen, verfielen Kirche und Kloster zur Ruine. Im Spätbarock (1732) begann die Renovierung und 1745 erfolgte die neuerliche Einweihung. In neuerer Zeit waren Arbeiten an der Kirche von 1934 bis 1966 zu verzeichnen. In der Kirchenführung erfuhren wir, dass ab 1330 Bischof Csanád von Eger mit französischen Baumeistern die heute noch erhaltenen Mauern aufführen ließ, danach kamen Deutsche und bauten die Decke in früher deutscher Gotik ein. Über 300 Jahre war die Abtei mit Ordensleuten besetzt (bis ca. 1530). Verlassen war das Kloster in den Türken- und Religionskriegen (Reformation) bis 1772. Mit Steinen vom Wohngebäude stellte Graf Erday die Kirche wieder her; am Innen- und  Außenverputz werkte man durch 200 Jahre. Trotz Barockisierung (1740 Bänke, 1748 Seitenaltäre) ist die mittelalterliche Kirchenstruktur erhalten geblieben (die einzige unversehrte Zisterzienserabteikirche Ungarns). Von der Art der holzmechanischen Orgel von 1772 gibt es weltweit nur noch etwa zwei weitere (430 Holz-Pfeifen, 1 Manual, 10 Register; schwer zu spielen). Im Freien ist eine alte Kreuzigungsgruppe mit erlöstem und unerlöstem Schächer zu sehen. Das große Altarbild zeigt Maria Himmelfahrt, ein weiteres Gemälde Fürst Imre (Sohn von Stephan), der drei Tage vor seiner Krönung auf der Jagd wahrscheinlich ermordet wurde, was Kämpfe der Aba gegen das Geschlecht Orselo ergab. Der Stein der Kirche ist vulkanisches Tuffgestein aus der Gegend von Eger (viele Ochsenkarren mit je max. 25 – 30 Steinen!), das Ende der tiefen Fundamente hat man übrigens in 8 m Tiefe noch nicht erreicht (= Kirche „doppelt gebaut“).

Die Fahrt führte uns am frühen Nachmittag nach SZÉCSÉNY, einer Kleinstadt mit ca. 6000 Einwohnern am Fluss Ipoly nordwestlich von Eger nahe der slowakischen Grenze. Ein schönes Barockschloss mit Schlossteich im Park neben einer gleich alten Kirche erfreute uns mit seinem Museum (Urgeschichte Lengyel bis Gegenwart) und einer Fotoausstellung über Volksbräuche in heimischen Trachten (Schwaben) sowie Volkskunst.

Nach einer Stärkung im Schlossrestaurant ging es weiter nach KISNANA im Südosten des Mátragebirges. Diese Gegend war seinerzeit ein Kleinkönigtum der Familie Aba, später Besitz der Fam. Kompoli, die im 15. Jahrhundert die dortige Burg erbaute, welche heute als konservierte Ruine zu besichtigen ist. Diese Burg wurde auch zur Räuberhöhle durch Ladislaus Mori, welcher sein Geschäft mit Überfällen auf den türkischen Nachschub machte. Die Türken belagerten die Festung, holten Mori heraus und kerkerten ihn in Istanbul bis zu seinem Tod ein. Danach verfiel die Burg und wurde für den umliegenden Ort zum Steinbruch. Im 17. Jhdt. siedelten sich in der Gegend Slowaken an, deren Geschichte man in einem Museum besichtigen kann.

Nach diesem reich besetzten Tag kehrten wir müde in unser Hotel Korona zurück. Inzwischen hatten wir abends schon Eger erkundet und das hauptsächlich wegen der besten Restaurants. In einigen Gruppen durchstreiften wir die Stadt. Die Gruppe des Verfassers dieses Berichtes traf sich mit einer Zweiten jenseits der Brücke über den Egerbach in der Altstadt am Fuße der Burg zur Erforschung der besten Speisekarten. Bei angenehmen Abendtemperaturen konnten wir noch im Freien bei Lifemusik mit einem tollen Geiger unser Abendessen einnehmen, das reichhaltiger war als unsere schnellen Mittagsimbisse. Der gute Wein der Erlauer Gegend wurde zur Genüge genossen. Auch über die Hotelzimmer und das gute Frühstück waren keine Negativstimmen zu vernehmen.

Am Mittwoch brachte uns der Bus mit seinem freundlichen Chauffeur nach Südwesten zum kleinen Ort GYÖNGYÖSPATA westlich der „modernen Stadt“ Gyöngyös. Die Gemeinde wurde im Jahr 1070 gegründet. Im 12. Jhdt. wurde die Kirche im romanischen Stil erbaut, im 13. Jhdt. wurden Turm und Kapelle zugebaut, 1415 die Seitenschiffe, wodurch die gegenwärtige Form als dreischiffige gotische Kirche mit achteckigem Turm und Steingeländern in den Fenstern entstand. Die Spitzbogen-Sakristei sowie der Hauptaltar mit dem hölzernen Riesenschnitzwerk „Stammbaum Jesu“  sind besonders interessant. Der Stammbaum wurde von einem polnischen Künstler 1650 geschaffen, ist mit 8 m der größte der Welt und zeigt auf umlaufenden Ästen Propheten und Könige. An der linken vorderen Seite wurde das aus 1330 stammende Fresko „Tod Mariens“ im Laufe der Restaurierung von 1968 – 1972 bei gleichzeitigen archäologischen Ausgrabungen freigelegt. Weitere Originalfresken zeigen das Letzte Abendmahl und Thomas mit Jesus. Marienstatue aus dem 18. Jhdt., Taufbecken aus dem 15. Jhdt., im Presbyterium Pieta aus dem 13. Jhdt., 1510 Seiteneingangskapelle. Im linken Seitenschiff befindet sich das Heilige Grab aus dem Jahr 1839 in klassizistisch.

Weiter ging es Richtung Norden in den interessanten Museumsort HOLLOKÖ. Mit einem Traktorzug konnten wir die Anhöhe zur Burg leichter erklimmen. Die auch heute noch mit ihren hohen Mauern sehr stark aussehende Festung stammt aus dem Ende des 13. Jhdts. Das bedeutende Geschlecht der Kacsics waren die Erbauer im Gebiet der Aba. König Karl Robert schenkte Burg und Gut seinem getreuen Tamás Szécsényi, der auch aus dem Kacsics-Geschlecht stammte. 1552 eroberten die Türken die Burg; die Besatzung nachher waren nur 24 Mann! Nachdem im Fünfzehnjährigen Krieg (1591 – 1606) Kristóf Tieffenbach, Hauptkapitän von Kassa (Kaschau) und Miklós Pálffy mit 6000 Mann Fülek von den Türken zurückeroberten, kamen die Burgen Hollokö, Somoskö und Ajnácskö wieder in ungarische Hand. 1663 wurden die Türken wieder sehr aktiv und eroberten Hollokö zusammen mit den anderen Nógráder Burgen abermals. Der uns bekannte polnische König Jan Sobieski siegte 1683 nicht nur vor Wien sondern, auch in der Slowakei (Parkany/ heute Sturovo) und durchzog das Komitat Nógrád, wobei er auch Hollokö von den Türken befreite. Im 18. Jhdt. Gab der Kaiser den Befehl, aus finanziellen Gründen und durch den herrschenden Frieden die Burg zu verkleinern und das Eingangstor, die Brücken und gewisse Mauerteile abzureißen. Trotzdem ist die Festung schön erhalten geblieben und die am besten erhaltene des Cserhát-Gebirges im Komitat Nógrád. Trotz laufender Anstreicherarbeiten konnten wir die Burg gut besichtigen. Durch kleine Überreste des Eingangstores (15. Jhdt.) kommt man zur unteren Burg. Hier beginnt der sich nach oben verengende Zwinger mit mehreren aufeinanderfolgenden Toren mit „Wolfsgruben“ (= mit spitzen aufrechten Stangen versehen) dazwischen bis zum rechteckigen Torturm mit Zugbrücke. Dann kam man erst in den Außenhof. Über eine hölzerne Rampe erreichte man den unteren Burghof usw., wahrlich eine raffinierte Burg.

Die Burg ist auf einem massiven Basaltfelsen erbaut. Der innere Burghof, in welchem heute gerne Hochzeiten abgehalten werden, liegt schon auf Aussichtsniveau. In zwei gedeckten Räumen kann man die Burggeschichte und mittelalterliche Waffen studieren (z.B. eine Aal-Spitze = ähnlich einem römischen Pilum).

Die Mittagszeit war erreicht, als wir in das untere Dorf Hollokö gelangten, welches als Denkmaldorf mit auch jüngerer Bevölkerung geführt wird und dem organisierten Fremdenverkehr dient. Wir wurden zum Original-Langos-Essen eingeladen, wobei die Tracht der Gegend und die Entwicklung des kleinen Ortes erklärt wurden. Der „Freundesgarten“ in dem wir saßen war früher quasi eine landwirtschaftliche Genossenschaft und beherbergte bis 1900 alle Tiere des Ortes, an denen die Bevölkerung je nach „Einlage“ ihre Anteile hatte. Ab 1960 besteht ein Denkmalschutzverein mit Verdienstmöglichkeiten der Bauern. Hier sind die alten Holzhäuser früherer Zeiten noch original erhalten bzw. wurden rekonstruiert und mit Familien oder den Ämtern besetzt (Bürgermeisteramt, Post etc.). Wer 1960 nicht bleiben wollte, musste verkaufen und umziehen. Selbst ein Autobusbahnhof war nicht möglich, obwohl geplant. Heute ist das Museumsdorf Weltkulturerbe; Tourismus nimmt zu und es gibt eine eigene Schule sowie einen Kindergarten.

Zur Frauentracht ist zu sagen, dass jede Familie in diese ein eigenes Kennzeichen einarbeitet; bis zu 15 Unterröcke werden getragen, die Witwe kann sich entscheiden, ob sie nur schwarz trägt oder nicht. Die schmale Perlenhaube, die über die Stirn in der Senkrechte bis ober die Nase verläuft, wirkt sehr schön; eine Frau mit Kind hat die Haube breiter als eine Frau ohne Kind. Helle reich bestickte Bänder sind an der Haube angebracht, diese sind sehr individuell und wurden im Winter gestickt. Die Haube wurde früher ohne Bänder auch bei der Arbeit getragen. Kleine Spiegel bedeuten auf der Haube, dass zum Kirtag Lebzeltherzen mit Spiegeln überreicht wurden. Die Bluse hat Puffärmeln und lässt die Trägerin damit stattlicher aussehen. Ab etwa 1920 wurden in Ungarn regelmäßig Messen und Märkte abgehalten, seit damals werden weiße Strümpfe getragen und die Röcke wurden aus Kostengründen gleichzeitig kürzer. Die Schnallenschuhe haben kleine Spangen. Zur Verlobung wurde der Braut ein reich besticktes Taschentuch geschenkt; Verlobungsringe konnte sich kaum jemand leisten.

Der vierte Tag (Donnerstag) war der letzte für Besichtigungen größerer Art und war für EGER eingeplant, da auch unser Chauffeur wie vorgeschrieben eine Tagespause einlegen musste. Ein Stadtrundgang mit Burgbesichtigung samt Führung war vorgesehen und wurde unter reger Teilnahme absolviert. Die riesige und mehrfach erweiterte und verstärkte Burg aus dem 13./14. Jhdt. war natürlich wiederholt Ziel schwerer Angriffe der Türken. Im Jahre 1552 gelang es István DOBO, der als Stadtheld ein Denkmal am großen Kirchenplatz bekam, mit seinen Mannen eine Belagerung durchzustehen. Die Türken sahen es als Urteil Allahs an und zogen nach Monaten ab. Bei der Verteidigung bewährten sich besonders die Frauen der Stadt, die für die Soldaten bestens sorgten und nebenbei heiße Portionen von Wasser und Pech von den Zinnen auf die Feinde schütteten. In einem Relief ist das deutlich dargestellt.

1596 wurden Stadt und Burg von den Türken doch eingenommen, und es dauerte bis 1687, dann wurde Eger von kaiserlichen Truppen endlich befreit. In der Burgführung wurden wir durch die Reste der ehemaligen riesigen Kathedrale geführt, deren östliche Apsis im Zuge von Befestigungsbauten abgerissen werden musste. In einem anschließenden Keller wurde uns ein Nachbau eines im 16. Jhdt. nach einer Idee des Burgverteidigers Bornemissa (an der Seite I. DOBOs) angefertigten Feuerrades mit Krach und Gestank vorgeführt: Ein Weinfass gefüllt mit Schwarzpulver zwischen zwei massiven Holzrädern und mit am Fass angebrachten durchlöcherten Tontöpfen mit vielen Zündschnüren, Rauch und Schwefel. Durch die Kasematten ging es zu den Kanonenpforten, wo das Abfeuern einer großen Kanone über Lautsprecher an einem Exemplar vorgeführt wurde ( ½ Stunde Wartezeit zum Auskühlen bis zum nächsten Laden im Originaleinsatz! ). Im Burgmuseum ist ein großes Modell der alten Burg mit ihren Ausbaustufen zu sehen.

In der anschließenden Freizeit durchstreiften wir gruppenweise nach Belieben die Stadt und besichtigten alle wichtigen Kirchen und Gebäude, die ab der Barockzeit errichtet wurden. Die Franziskanerkirche mit Kloster, Minoritenkirche, der ehem. Großprobstpalast, das Komitatshaus, das erzbischöfliche Palais, die pädagogische Hochschule sind die wichtigsten hievon. Nicht zu vergessen ist das bereits im 17. Jhdt. von den Türken erbaute über 40 m hohe Minarett, das heute vor dem Gebäude eines ehem. Barockspitals steht und begehbar ist. Eine Gruppe besuchte auch die etwas abgelegene Griech.-Serbisch-orthodoxe Kirche St.Nikolaus. In der Türkenzeit siedelten sich Serben in Eger an. Im 17. Jhdt. benützten sie die Kirche des Augustinerordens am selben Platz. 1690 brachte der Patriarch Csarnojevics 35000 serbische Familien von Ipeck nach Eger. Von 1729 bis 1732 wurde die Kirche wieder aufgebaut unter schweren Kämpfen mit der Stadt. Erst Joseph II erlaubte 1785 die Errichtung einer neuen Kirche im späten Rokoko-Stil. Verschiedene Nationalitäten schufen die Einrichtung: Die Ikonostase Nikola Jankovics, die Gemälde der Wiener Anton Kuchlmeister und das südliche Eingangstor der Italiener Giovanni Adami. Heute dient die Kirche nur mehr als interessantes Museum, da es keine orthodoxe Gemeinde mehr gibt.

Am Abend des letzten Tages suchten wir den Vorort „Schön-Frauen-Tal“ auf, der ein typischer Weinort wie etwa Sievering oder Grinzing in Wien ist und wo der gute Erlauer Wein in kleineren Winzereien oder größeren Lokalen angeboten wird. Wir nahmen nicht zuletzt wegen der großen Reisegruppe ein Restaurant mit echter Zigeunermusik, wo uns von Wiener Walzer, Operettenmusik bis zu Anton Karas´ Harry Lime-Thema vieles geboten wurde. Unseren Damen wurde vom Primas tüchtig in Ohr gefiedelt. So klang die schöne Zeit in Eger aus, und wir bereiteten uns auf die Abreise am nächsten Tag vor.

Bei prächtigem Spät-Sommerwetter führte uns am Freitag die Fahrt nach Budapest, wo wir bis Mittag wieder einmal die Großstadt durchstreiften, wieder in Gruppen nach Belieben. Unter anderem konnten wir im Museum für angewandte Kunst eine TURNER-Ausstellung erleben, welche einen Querschnitt durch das Schaffen des englischen Malers bringt, jedoch ohne seine in Wien gezeigten Meeres- und Schiffsgemälde. Alpenansichten (St. Bernhard-Pass z.B.) und italienische Landschaft sowie viele Bilder von Venedig durchstreiften wir in zwei Stunden. Dann quälte sich unser Bus durch den Nachmittagsverkehr zur Ausfallstraße. Die Strecke bis Wien wurde mit einer kurzen Rast problemlos zurückgelegt, und wir bedankten uns wieder:

1. für den Zuschuss von € 35,– von der Wr. Stadtarchäologie pro Teilnehmer!

2. bei unserem bewährten und geduldigen Reiseführer Janos RUDAS,

3. bei unserem freundlichen Chauffeur, der sehr interessiert überall mitkam.

Schade dass nicht alle Kollegen wie früher auch diesmal mitfahren konnten. Über Ungarn wissen wir doch nun schon eine Menge, nicht wahr?

Gerhart Maier, Sen.-Arch.